Mein Verständnis von Kunsttherapie

Ich orientiere mich an dem Bild des Lebensflusses "Panta rhei" als Lebensprinzip.

Das Leben als Prozess ist die Grundlage psychophysischer Ausgewogenheit und Gesundheit. Lebenshindernisse und Stagnation führen zu bioenergetischer Blockade die zur Ursache von Störungen und Krankheiten wird.

Es gilt, oszillierend und integrierend, alle Ebenen der menschlichen Existenz das Körperliche, Psychische und Geistige übergreifend und umfassend anzusprechen.

 

Ich ermutige zu spontanem kreativen Ausdruck durch bildnerische Mittel. Gefühle und Konflikte finden Ausdruck, werden sichtbar und können verarbeitet werden. Das Prozess orientierte bildnerische Gestalten gibt Raum für bislang Ungesehenes und kann dadurch die Selbstheilung einleiten.

Das Malen und Gestalten mit unterschiedlichen Materialien ist zu allererst mit schöpferischer Freude verbunden. Deshalb ist Kunsttherapie in erster Linie ein lustvoller Weg der Selbsterfahrung. Sie dient auch der Bewältigung von Lebenskrisen, wie Erkrankungen, Ängsten, psychischen Sackgassen oder geistig-spirituellen Blockaden.

Sie ist ein Ansatz bei schweren seelischen Erschütterungen, wie beispielsweise nach Traumatisierungen. Wo die Sprache keine Worte mehr findet, sprechen Bilder und schaffen neuen Zugang zur Welt der Seele. Sie verbinden Zersprungenes, indem Fragmente sich auf der Bildebene wieder zu einem Ganzen vereinigen.

Der Gestaltungsprozess kann unterschiedlich eingeleitet werden, wie durch achtsames in sich hineinspüren und wahrnehmen des Körpers und seiner Funktionen, oder durch Imaginationen, Märchen, Musik, ...

Ich begleite durch die gestaltete, also sichtbar gewordene seelische Landschaft und helfe somit dem Maler/ der Malerin zur Integration neuer Inhalte. Durch den Dialog wird das Bild oder bildnerisch Gestaltete zum Medium einer tieferen und der Wahrheit näheren Sprache.

 
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